Grieser Auen - Holzhochhaus

Bozen, Italien
Planungswettbewerb für ein Wohnhochhaus in Holz
in zusammenarbeit mit:
Hermann Kaufmann + Partner ZT, Schwarzach (AT)
Merz Kley + Partner, Dornbirn (AT)

Client: IPES

Mitarbeiter:
Ing. Luca Molteni
Arch. Marco Ricca
Jahr:
Typologie:
KlimaHaus:
Bauweise:
2020
residential building
A nature
Holzbauweise
Das Erscheinungsbild des Holzhochhauses wird im Sockelbereich vom bepflanzten Rankgitter vor den holzverkleideten Gemeinschaftsräumen, den begrünten Loggien an den Ecken des Volumens und dem Dachgarten geprägt. Das Gebäude besteht aus einem zentralen Erschließungskern aus Stahlbeton, um den jeweils 4 Wohnungen pro Stockwerk in Holzbauweise angeordnet sind. Entscheidend bei der Wahl und Ausbildung der Bepflanzungen sind die Wartungsfreiheit und leichte Erreichbarkeit der begrünten Fassadenbereiche. Der zweigeschossige Sockelbereich kann problemlos vom Erdgeschoss aus gepflegt werden. Das begrünte Dach ist nur für die Bewohner des Hauses zugänglich und wird von den Gärtnern des Wohnbauinstituts gewartet werden. Die Blumentröge sind schon in Betonfertigteilbrüstungen der Loggen voreingebaut und können von den Mietern bespielt werden. Die Fassaden werden mit hinterlüfteten Aluminiumelementen verkleidet, deren vertikales Fugenbild zusammen mit der Bepflanzung der Loggien, die beiden begrünten Fassadenbereiche optisch miteinander verbindet. Die Vertikalität des Holzhochhauses wird durch die Wahl von stehenden Fensterformaten nochmals betont.
Die Konzeption des kompakten Wohnhochhauses mit verschiedenen Grundrisstypen für die unterschiedlichen Anforderungen ist ein kosten- und energiesparender sowie langlebiger Planungsansatz. Der Systembau aus Holz mit überwiegend vorgefertigten Bauteilen ist energetisch günstig und ressourcenschonend. Einrichtung und Dauer der Baustelle sind minimiert, ebenso wie die (Lärm-) Belastung des Wohnumfelds.
Die bereits genehmigte und finanzierte Freiraumgestaltung wird nicht zu verändern. Der gesamte Spielbereich östlich des Gebäudes und die durchlässigen, gepflasterten Flächen werden beibehalten. Die beiden Grüninseln vor den beiden Laubengangfronten des Gebäudes werden hingegen als einladender und repräsentativer Platzbereich neu gestaltet